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Lage: 560 m über NN, in Osttühringen, im Thüringer Schiefergebirge, am Rande des Frankenwaldes, in der Nähe der Saaletalsperren    
Ortsteile: Saaldorf, Helmsgrün, Lichtenbrunn, Oberlemnitz, Unterlemnitz                     
Einwohner: 7.300 (einschl. der Ortsteile)
Postleitzahl: 07356
Fläche: 48,91 km² (mit Ortsteilen)
Telefon-Vorwahl: 036651
Verkehrslage: an Bundesstraße B90 anliegend, per Kfz. über Autobahn A9 (Ausfahrt Lobenstein o. Schleiz), per Bahn über Saalfeld, Bhf. Lobenstein per Flug über den Regionalflugplatz Hof-Pirk in Oberfranken (Bayern)
Städtepartner: Leonberg (Baden-Württemberg)
Baudenkmale: "Neues Schloss", "Alte Wache", historische Stadtmauer, "Alter Turm", Rathaus

 

Stadtansichten

   

Alter, kleiner Turm und Burgruine

 

Kirche + Altstadt

 
       
   

Kulturhaus

 

Neubaugebiet "Gallenberg"

 
       
       
       
       
       

 

Stadtgeschichte

 

Der Name unserer Stadt Lobenstein geht auf folgende Sage zurück: Der Sage nach soll Kaiser Ludwig, der Bayer (1282-1347) in dieser Gegend gejagt und dabei seinen Lieblingshund verloren haben. Ein Edelmann fand den Bracken ermattet an einem Stein und brachte ihn dem Kaiser zurück. Darauf soll der Kaiser gerufen haben: "Der Stein, wo man ihn fand, sei zu loben !" Jedoch ist dies zeitirrig, denn zu Lebzeiten dieses Kaisers war der Name Lobenstein schon urkundlich erwähnt.

Zwischen 950 und 1150 erbauten die Herren von Lobdeburg die Burg, die zugleich Kern und Anfang der Besiedelung der Stadt war und als Veste gegen die Sorben diente. Die Ersterwähnung Lobensteins datiert in das Jahr 1250.

Herren der Stadt sind 1278 die Vögte von Gera und sie vererbten diese später an die Grafen, später Fürsten von Reuss.

1632 wird die Burg durch die Schweden und anschließend durch die Erstürmung der Kaiserlichen Truppen zur Ruine gemacht. Nur der ca. 30m hohe Bergfried, der heute als Aussichtsturm begehbar ist, und ein kleinerer Wallturm sind erhalten geblieben. Von 1647 bis 1824 ist Lobenstein Hauptstadt des Zwergenstaates Reuss. Im Jahre 1601 wurde unterhalb der Burg ein Schloss errichtet, das 1714 fast vollständig abbrannte.

 Ein neues Barockschloss mit Parkanlage entstand 1714 bis 1718 unter Heinrich XV. von Reuss Lobenstein, das bis 1824 als Residenz des Fürstentums Reuss jüngere Linie Lobenstein-Ebersdorf diente. Mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Thüringen und Eigenmitteln des Stadthaushaltes wurde der Südflügel des Schlosses restauriert und steht Ihnen für Besichtigungen offen.

 

 

Die "Alte Wache" gegenüber dem Schloss mit ihren klassizistischen Säulen und der Parkpavillon, einst Lustschlösschen im Park, erinnern noch heute an die glanzvollen Tage der ehemaligen Residenzstadt.

Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts blühten in Lobenstein und Umgebung Erzbergbau und Tuchmacherei. So wurden Z. B. die bayrischen Truppen mit Lobensteiner Uniformtuch eingekleidet. Die Abhaltung von Märkten war zu jener Zeit wichtigstes Stadtprivileg.

Als jährliche Attraktion für unsere Gäste und Bürger werden im Monat August mit dem traditionellen Marktfest alte Handels - und Handwerksbräuche nachempfunden, wobei kulturelle Angebote und Thüringer Spezialitäten ebenfalls geboten werden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geriet  die Tuchmacherei in eine Absatzkrise, die durch den Europaweiten Siegeszug der mechanischen Webstühle eingeleitet wurde. So wurde diese Alte Handwerkszunft ins Abseits verwiesen. Um diese Abwärtsentwicklung zu  verzögern, waren die Lobensteiner gezwungen, kostengünstig und mit strenger Sparsamkeit zu produzieren. 

 Der Ammoniakbedarf, der zur Appretur der Tuche notwendig war , wurde durch den menschlichen Urin gedeckt. Um immer eine ausreichende Menge zu haben, stand in jeder Weberstube ein Fässchen, in das die gesamte Familie "hineinseechen" musste. Aus dieser Zeit stammt unser Spitz- und Neckname der "Lommesteener Fässleseecher". 

Diese Tradition pflegend, "verrichtet" jeden Tag zur Mittagsstunde auf dem Marktplatz eine im Rathaus eingebaute Figur, der "Fässleseecher", zum Gaudi der Zuschauer spritzfreudig sein Geschäft direkt auf den Marktplatz.

Die Entdeckung von eisenhaltigen Quellen (1864) in unmittelbarer Nähe der Stadt und das reiche

    

 

 Moorvorkommen im Helmsgrüner Wald, dazu die waldreiche Mittelgebirgslandschaft und das angenehme Reizklima führten in den Jahren 1864 bis 1868 zur Gründung eines Eisenmoorbades durch Dr. Aschenbach.

Bis zur Schließung des Sanatoriums 1990 florierte der Kurbetrieb im Moorbad Lobenstein. Mit einem klaren Entwicklungskonzept und einer Reihe von infrastrukturellen Maßnahmen wurde mit der Eröffnung der MEDIAN Klinik, im August 1994, die Kurtradition Lobensteins fortgesetzt. Der Ausbau eines repräsentativen Fremdenverkehrsamtes, die Sanierung des reußischen "Neuen Schlosses" mit Ausbau zum "Haus des Gastes", die umfassende Sanierung des Kurparkes, die Sanierung des städtischen Kulturhauses und weitere zahlreiche Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, die Entwicklung im Kur- und Fremdenverkehr weiter fortzusetzen.

Durch die Förderung des Freistaates Thüringen konnte 1995 mit der Bohrung nach Thermalwasser begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen werden. Im Juni 2000 erfolgte der Spatenstich für den Neubau eines Thermalbades, der Ardesia-Therme, im Zentrum der Stadt. Neben einem großflächigen Badebereich mit abwechslungsreicher Wasserlandschaft entstanden verschiedene Saunen. Zusätzlich runden Massage und Beautyangebote die Nutzungsmöglichkeiten des Therapiebereiches mit Moor, ob als Packung oder Bad, ab. Mit der Eröffnung im November 2002 hoffen wir, eine moderne Wellnesseinrichtung geschaffen zu haben, die von Gästen aus nah und fern aber gerade auch von unseren einheimischen Bürgern rege genutzt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

In der Stadt Lobenstein empfelen wir:

- die Burganlage mit dem "Alten Turm" (Wahrzeichen der Stadt) - als Aussichtsturm begehbar

- das Regionalmuseum

- das "Neue Schloss"

- die Stadtkirche St. Michaelis

- den Kurpark mit Pavillon

- die Reste der Stadtmauer

- die "Alte Wache" mit div. Wechselausstellungen

- den historischen Marktplatz

- den Markt Höhler

In der näheren Umgebung empfehlen wir:

- den Ortsteil Saaldorf am Saalestausee mit dem Jagdschloss "Weidmannsheil"

- den Aussichtspunkt "Heinrichstein" über dem Saaletal und den Aussichtspunkt "Marienenstein"

- Schloß Burgk - älteste erhalt. mittelalt. Burganlage Thüringens mit Silbermannorgel

- das Wasserkraftmuseum in Ziegenrück

- das Technische Schaudenkmal Heinrichshütte

- das Technische Schaudenkmal "Histor. Schieferbergbau Lehsten"

- die Saalfelder Feengrotten

-  den Märchenwald in Saalburg

- die Sommerrodelbahn in Saalburg

- Rundfahrten mit der Fahrgastschifffahrt auf Deutschlands größtem Stausee (Bleilochstausee)

Geschäfte

 

Ämter

 

Stadtverwaltung Moorbad Lobenstein

Gerichte

Amtsgericht

(03 66 51) 6 10-0

Grundbuchamt

(03 66 51) 6 10-14

Katasteramt

(03 66 51) 3 35 41

Behörden

Landratsamt Saale-Orla-Kreis Schleiz

(0 36 63) 48 80

    Außenstelle Lobenstein

(03 66 51) 6 78 00

Arbeitsamt

(03 66 51) 7 00

Zweckverband Abfallwirtschaft Pößneck

 

    Abfallberatung  

(0 63 47) 44 17 17

    Gebühren

(0 36 47) 44 17 43

Geraer Stadtwirtschaft

 

    Niederlassung Lobenstein

(03 66 51) 8 89 28

Bei Notfällen und Havarien

Freiwillige Feuerwehr Wehrführer

(03 66 51) 3 02 80

Notruf Polizei

110

Polizeistation Lobenstein

(03 66 51) 8 60

Notruf

112

Rettungsleitstelle Saalfeld

(0 36 71) 99 00

Gift-Notruf

(03 61) 73 07 30

 

 

 

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Stand: 30.11.05 16:20:25